VERANSTALTUNGEN
Buchprojekt 2006-2008

 

Pantheon der Dermatologie

Hintergrund

Für die 19. Fortbildungswoche in München wurde im Jahr 2004 auf Initiative von Herrn Professor Dr. med. Dr. h.c. mult. Gerd Plewig eine Posterausstellung geschaffen, die zwanzig ausgewählte Protagonisten der dermatologischen Vergangenheit vorgestellt hat.

Diese herausragenden historischen Persönlichkeiten hatten sich in ihrem Berufsleben durch die eponymische Verbindung ihres Namens mit Diagnosen, klinischen Zeichen und Phänomenen oder Therapieverfahren ausgezeichnet.

Ziel der Ausstellung war es, mit Hilfe von Wiedererkennungseffekten und Informationsvermittlung für die dermatologische Geschichte zu interessieren. Dies wurde durch eine ansprechende graphische Aufbereitung und die Integration von Zitaten als Aufmacher unterstützt. Das positive und anhaltende Echo gab dieser Ausstellung recht. Die Unternehmung war offenbar so gelungen, daß die Ausstellung in ähnlicher Form auch auf dem DDG-Kongreß in Dresden wiederholt werden soll. Ganz besonderen Anklang fand darüber hinaus der Begleitband, in dem alle Poster im Din A4 - Format enthalten waren. Dies gab den Ausschlag, die Sammlung deutlich zu erweitern und in einem Buch zusammenzufassen.

Zielsetzung

Das Buchprojekt fasste aufbauend auf die vorhandenen Poster etwa zweihundert historische Persönlichkeiten in einer ansprechenden graphischen und inhaltlichen Aufbereitung zusammen. Vorgesehen wurde eine alphabetische Reihenfolge. Die Biographien sollten dabei gut lesbar geschrieben sein und weiterführende Quellen bereithalten.

Kriterien

Die Auswahl der Persönlichkeiten war nicht mehr auf die eponymische Verwendung des Namens beschränkt. Alle historischen Persönlichkeiten der Dermatologie, die für unser Fach Wesentliches geleistet haben, konnten in die Sammlung aufgenommen werden. Der Schwerpunkt bei der Auswahl lag auf der Bedeutung der Persönlichkeit für die Dermatologie. Dabei war beispielhaftes Engagement in der Lehre (zB Dowling) oder wissenschaftliche Fleißarbeit (zB Gougerot) ebenso qualifizierend, wie die Auszeichnung mit dem Nobelpreis für eine heute nicht mehr gebräuchliche dermatologische Therapie (zB Finsen) oder erfolgreiche politische Aktivität eines prominenten Fachvertreters (zB Graham-Little). Dermatologen, die sich im Rahmen der Erstbeschreibung oder Bearbeitung einer wichtigen dermatologischen Erkrankung Verdienste erworben haben, fanden genauso Aufnahme, wie Fachvertreter die in der Medizin auch außerhalb der Dermatologie wichtige Leistungen erbracht haben (zB Tzanck).

Bei manchen Fleißarbeitern des Faches fällt es schwer, den Verdienst schlagwortartig auf eine einzige Leistung zu reduzieren. Entscheidend war letztlich die Einschätzung der Herausgeber, ob die individuelle Leistung oder die Persönlichkeit als solche eine Aufnahme rechtfertigt.

Umsetzung

Alle etwa 2400 Teilnehmer der 20. Fortbildungswoche erhielten das Werk mit der Post, ebenso wie den traditionellen Fortbildungsband.

Um den Umfang der Arbeit bewältigen zu können, wurde diesmal eine gezielte Arbeitsteilung mit der Vergabe von inhaltlichen Beiträgen an AGDV-Mitglieder und andere ausgewählte Autoren vorgenommen. Die Koordination der Autoren und Verlagsabsprachen hinsichtlich der graphischen Gestaltung und des Satzes sowie die Auswahl der Persönlichkeiten und die Verwirklichung des Buches erfolgte in enger Zusammenarbeit der beiden Herausgeber, Herrn Dr. Löser und Herrn Professor Dr. med. Dr. h.c. mult. Gerd Plewig.

Auswahlkriterien

1. historische Persönlichkeit
2. herausragende Leistung in der Dermatologie (entweder von ungebrochener

Aktualität oder wichtig für die Fachgeschichte)
3. subjektive Einschätzung durch die Herausgeber

Die Drucklegung erfolgte im Juni 2008 - Das Werk ist über den Buchhandel erhältlich oder über den Springer Medizin Verlag http://www.springer.de

Presseinformation

Information for international guests on the Pantheon of Dermatology